22.09.2010
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Ausbildung

Die mühsame Suche nach Bewerbern

Früher konnte Unternehmerfrau Martina Hickmann-Morell Azubis aus einer großen Bewerberzahl Azubis auswählen. Die Zeiten sind definitiv vorbei. Heute geht sie in Schulen, um passende Bewerber zu finden.

von Birgit Wessel



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1 Kommentar zu "Die mühsame Suche nach Bewerbern"

  1. Luminous - 24.09.2010, 12:11 Uhr (Kommentar melden)

    Ausbildung im Handwerk (und vielen anderen Branchen auch) heißt heute fachgerechte Arbeiten für einen Minimalstlohn zu verrichten. Die Zukunftsperspektiven sind genau so erdrückend, die Stundenlöhne von teils 7,- € abwärts zum heulen - tut mir leid, ich kann es verstehen. Man erwartet von den jungen Menschen Engagement, Teamfähigkeit und am besten schon vor der Ausbildung monatelange Praktikas für lau. Viele Betriebe sind durch die jahrelange Massenarbeits- und Ausbildungslosigkeit schon so utopisch eingestellt, dass man am besten die Ausbildung für die Ausbildung schon haben sollte... Ich habe mich vor einigen Jahren um eine Lehrstelle zum Elektriker beworben und davor ein vierwöchiges Praktikum absolviert. Arbeitszeit von 7:00 bis oft 22:00 (!), Dauerstress, Pausen usw. wurden oft gar nicht "gewährt", zu erwartender Stundenlohn nach Ausbildung, ca. 8,15€ für harte körperliche Arbeit. Man kann im Endeffekt davon ausgehen, dass man in einem solchen Beruf mit 4050 körperlich gar nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten, und was folgt dann? Das, was aktuell schon der Fall ist und jeder der angehenden Azubis auch live mitbekommt: Altersarmut (die Renten sind ja sicher!), Hartz IV, und das ganze Dilemma, die Frühverrentung soll ja auch schon abgeschafft werden... Tolle Perspektiven, finanziell, gesundheitlich sowie auch familiär gesehen!