Gefahren vermeiden vor der drohenden Insolvenz
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Durchwurschteln — oder beraten lasen?
Eine Ausnahme gibt es allerdings, die vor Strafverfolgung in jedem Fall schützen würde: "Die Staatsanwaltschaft verfolgt alle diese Taten nur dann, wenn es wirklich zur Insolvenz kommt", sagt Ringstmeier. Gelingt hingegen die Sanierung, dann interessiert sich für die Straftaten niemand mehr. Das gelte jedoch nur dann, wenn das Insolvenzverfahren gar nicht erst eröffnet wird.
Doch darauf sollten Unternehmer keine allzu großen Hoffnungen setzen: "Die Phase nach Eintritt der Krise bis zur Insolvenz ist die gefährlichste Zeit, die ein Unternehmer erleben kann. Die Fallstricke sind so vielfältig, das macht man nicht mal eben nebenbei."
Darum rät der Experte, sich bei Eintritt einer Krise sofort mit dem Steuerberater zu beraten, statt sich still und leise durchzuwurschteln: Ist eine Sanierung möglich, oder sollte sofort ein Insolvenzantrag gestellt werden?
Wie wichtig kompetente Hilfe ist, bestätigt Anita Kriegesmann. Ihr Rat: Betriebe sollten sich rechtzeitig einen Fachanwalt für Insolvenzrecht suchen. "Das hat uns viele Fehler, Geld und Strafen erspart – ein Vielfaches dessen, was der Anwalt gekostet hat."
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