09.10.2012
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Gefahren vermeiden vor der drohenden Insolvenz

Die 5 größten Fehler in der Krise!

Was tun, wenn die Insolvenz droht? Rettungsversuche sind anständig, aber extrem riskant. Gehen sie schief, drohen schwere Strafen. Teil 1: Die größten strafrechtlichen Fehler — und wie Sie solche Risiken umgehen!

Rettungsvesuch vor der Insolvenz?
Rettungsvesuch vor der Insolvenz? - An die Folgen gut gemeinter Sanierungsversuche vor einer Insolvenz denken viel zu wenig Unternehmer.
An die Folgen gut gemeinter Sanierungsversuche vor einer Insolvenz denken viel zu wenig Unternehmer.
Foto: BilderBox.com

Von Jörg Wiebking

Riskante Manöver vor einer drohenden Insolvenz können sehr viel zusätzlichen Ärger erzeugen. Gehen die Aktionen schief, dann drohen Strafverfolgung und Zivilklagen. In zwei Teilen stellen wir die häufigsten Fehler vor einer drohenden Insolvenz vor.

Los geht es mit den größten strafrechtlichen Fehlern. Wer sie begeht, muss mit Geld- und Haftstrafen und einem Eintrag im polizeilichen Führungszeugnis rechnen. Ein Neustart ist danach hierzulande praktisch unmöglich. 

Praxistipp: So sind Sie mit den Sozialabgaben auf der sicheren Seite!
Wie schnell bei einer Insolvenz auch strafrechtliche Gefahren drohen, weiß Anita Kriegesmann aus Wirdum. Unverschuldet war vor einigen Jahren der Handwerksbetrieb ihres Mannes in die Insolvenz geraten. "Da behauptete der Insolvenzverwalter, wir hätten Arbeitnehmer-Beiträge zur Sozialversicherung veruntreut."

Doch das konnte Kriegesmann widerlegen: Tatsächlich hatte der Betrieb Beiträge nur teilweise überwiesen. "Aber das waren die Arbeitnehmer-Beiträge, und das hatten wir auch auf die Überweisungen geschrieben." Der Staatsanwalt tobte – doch Betrug war es nicht, der Richter stellte das Verfahren ein. "Ganz wichtig ist es, die Überweisungsbelege aufzubewahren", rät Kriegesmann. "Die Kassen buchen den Hinweis nicht mit und ohne Belege hätten wir keinen Beweis gehabt."

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