09.07.2012
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Modetipps für Führungsfrauen

Der Dresscode für die Chefin im Handwerk

Outfits, die viel wollen und wenig können, kosten Chefinnen im Handwerk Ansehen. Denn mit unangemessener Kleidung werten Sie Ihre Firma ab und untergraben auch Ihre Position darin. Bürotaugliche Mode-Tipps für Frauen vom Knigge-Berater.

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Foto: BilderBox.com

Völlig egal, ob Sie in Berufsbekleidung in der Fleischerei Ihre Frau stehen oder im Büro erste Ansprechpartnerin für Mitarbeiter und Kunden sind: Auf Ihre Kleidung sollten führende Frauen im Handwerk besonders achten. Dabei gibt Knigge-Berater und Vergolder Hans-Michael Klein als erste Leitlinie aus: "Frauen sind selten overdressed und wenn doch, verzeiht man es Ihnen gerne."

Marion Overmöhle-Mühlbach ist Assistentin der Geschäftsleitung im familiengeführten Steinmetzbetrieb. Mit der Devise "sauber, geruchsfrei, lochfrei" liegt die Unternehmerfrau ganz auf der Linie des Knigge-Beraters.

Drei Stiltipps von Hans-Michael Klein und eine
Liste der 9 typischsten Modesünden im weiblichen Handwerk

Tipp 1: Orientieren Sie sich an Ihren Kunden
Chefinnen im Handwerk haben einerseits Kontakt zu unterschiedlichsten Kunden, andererseits folgen Mitarbeiter auf Baustellen naturgemäß einem völlig anderen Dresscode. Sofern Ihre Arbeitsaufgaben es erlauben, empfiehlt  Klein, sich in der Kleidung an den Kunden zu orientieren. "Adrette Chefinnen steigen im Ansehen von Kunden und auch Mitarbeitern."

Marion Overmöhle-Mühlbach bewältigt diesen Spagat mit schicker Bürokleidung, die nicht zu sexy ist, ihr aber auch ausreichend Bewegungsfreiheit lässt. "Mit Röckchen und Pumps auf die Baustelle, das ist keine Option", sagt sie.

Der bekannte Tipp "Kleiden Sie sich nicht für den Job, den Sie ausüben, sondern den, den Sie anstreben" münzt Klein fürs Handwerk auf die Formel um: "Seien Sie ruhig etwas schicker als Ihre Kunden."

Overmöhle-Mühlbach hält das aufgrund ihres Kundenstamms zwar für "finanziell unerreichbar". Mit Qualitäts- und Stilbewusstsein gleicht sie dies aber aus. Eine Bescheidenheit, die durchaus Sympathiepunkte einbringt bei Kunden und auch bei Mitarbeitern. "Eine Chefin, die neureich mit auffälligen Markennamenapplikationen protzt oder dicke Klunker zur Schau stellt, vermittelt den Eindruck, hart erarbeitetes Geld zu verprassen", kommentiert Klein. Und das wird übel genommen.

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