31.08.2010
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Auswertung der Studie

Das Web 2.0 als Chance für das Handwerk

Für Betriebe ist das Web 2.0 vor allem eine große Chance. Viele Unternehmer sehen große Potenziale. Eine Studie ergab auch, dass der Bedarf an weiteren Informationen hoch. Denn: Handwerker können die Risiken noch nicht einschätzen.

Von wegen Handwerk und Web 2.0 passen nicht zusammen. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie zeigen: Betriebe sehen großes Potenzial im Umgang mit dem Internet.

90 Prozent der Betriebe nutzen täglich E-Mail, 84 Prozent haben eine eigene Homepage und mehr als zwei Drittel nutzen E.-Mail-Newsletter als Werbestrategie. Soweit zu den Ergebnissen, das Web 1.0 betreffend.

Soziale Netzwerke, B2B-Foren und Feedback-Möglichkeiten sind der Studie zufolge noch vielen Handwerksunternehmern nicht bekannt und werden daher geschäftlich wenig genutzt.

Großes Interesse im Handwerk
Trotz der oben genannten Erkenntnis sehen Betriebe gute Chancen für ihre Geschäfte im Internet. Themen wie Soziale Netzwerke, E-Learning und B2B-Communities wird die meiste Bedeutung beigemessen.

Weniger interessant sind offenbar die Themen Auftragsverwaltung, Auktionsplattformen und Terminplanung. Die Studie belegt außerdem: Viele Betriebe können Chancen und Risiken des Web 2.0 noch nicht ausreichend einschätzen.

Werbung, Imagepflege und Auftragsakquise wecken bei Handwerkern großes Interesse, wenn es um die Nutzung des Internets geht. Nur wenige Teilnehmer der Studie erkennen das Potenzial, sich über Online-Kommunikation einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen oder ihre Kundenzufriedenheit zu fördern.

Der Faktor Zeit
Der meistgenannte Grund, weshalb Betriebe das Web 2.0 nicht nutzen, ist der Zeitaufwand. Hohe Kosten und die Unsicherheit vor negativen Bewertungen im Netz sind ebenfalls häufig genannte Gründe.

Insgesamt sehen Handwerker mehr Chancen als Risiken, das betrifft vor allem die Betriebe, die sich als internet-affin einschätzen.

Infos zur Studie
Die Studie wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts durchgeführt, in welchem die effective WEBWORK zusammen mit der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und Universitätspartnern die Möglichkeiten des Web 2.0 für das Handwerk auslotet.

Die Bachelorarbeit wurde an der Universität Hamburg, Arbeitsbereich Arbeits- und Organisationspsychologie, von Philipp Taesler erstellt und von Jun.-Prof. Monique Janneck betreut.

Der aktive Befragungszeitraum erstreckte sich vom 30.04.2010 bis zum 08.06.2010. Insgesamt wurden 41 Papierfragebögen zurückgesandt. Über das Onlineportal griffen 568 Betriebe auf den Fragebogen zu, von denen 106 den Bogen auswertbar ausfüllten. Die Gesamtstichprobe setzte sich somit aus 147 Unternehmen zusammen.

(ja)

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