09.07.2012
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Zoffen, Zündeln, Zanken

Bei Ärger: Sofort draufhauen!

Kein Auftrag? Brandanschlag!

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Foto: BilderBox.com

Über einen Malermeister, der auf drastische Art Rache geübt hat, berichtet das Boulevardblatt tz. Danach hat der Mann vor dem Münchner Landgericht gestanden, dass er "mittels Herdplatte, Schaltzeituhr und Kraftstoff zwei Anschläge auf das Mehrfamilienhaus einer Auftraggeberin verübt" hat. Und warum? Weil ihm Renovierungsaufträge entzogen worden waren – das glauben zumindest die Ermittler.

Der Angeklagte hat das Tatmotiv zum Prozessauftakt bestritten. Vielmehr seien ihm 2010 "aus heiterem Himmel" die Wohnung und die Werkstatt gekündigt worden. Nur deshalb habe er die Eigentümerin erschrecken wollen.

Was ihm gelungen sein dürfte, die Details der Tat sind jedenfalls schrill. Laut Anklage hat der 44-jährige Malermeister einmal im Speicher und ein zweites Mal im Keller des Hauses "eine Einzelherdplatte über eine Zeitschaltuhr mit dem Stromnetz verbunden und auf die Platte einen Kanister mit Kraftstoff gestellt". Im ersten Fall versagte die Uhr, beim zweiten Mal entzündete sich der Kraftstoff gegen 5.45 Uhr morgens. Und die Feuerwehr musste vor dem Löschen erst die Tür aufbrechen, die war nämlich mit Sekundenkleber verschlossen. Sachschaden: 100.000 Euro.

Überhaupt scheint der Handwerksmeister ein Liebhaber extremer Methoden zu sein. Nach der Ankündigung der Eigentümerin, dass sie den Hausverkauf plane, habe er ihr Drohbriefe geschickt, schreibt die tz: "Darunter einen mit einem Bild des verstorbenen Mannes der Frau." Inklusive der Ankündigung, sie könne sich zu ihrem Mann legen, wenn sie verkaufe.

Auch diese Texte und Videos beleuchten das (mitunter schwierige) Verhältnis zwischen Meistern und ihren Kunden:

(sfk)

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