12.01.2010
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Gefährliche Geschäfte

Bauträger nicht tragbar

Es soll ja Betriebe geben, in denen dieses Wort nicht mehr ausgesprochen werden darf: Bauträger. Wie verheerend das (Arbeits)Leben als Subunternehmer sein kann, zeigt die aktuelle Pleite einer bayerischen Dachdeckerei.

Gründung 2001, 36 Mitarbeiter, gute Auftragslage, tolles Firmengelände in der Kleinstadt Burgau: Im Prinzip hatte die Dachdeckerei und Spenglerei S. erfolgreich gearbeitet. Doch nach Forderungsausfällen in Höhe von 240.000 Euro musste Geschäftsführer Karl-Heinz S. zum Jahreswechsel den Insolvenzantrag stellen, berichtet die Augsburger Allgemeine .

Den "Zahlungsaufforderungen nicht nachgekommen" sei vor allem ein Bauträger, zitiert die Tageszeitung den Insolvenzverwalter der Dachdeckerei. Was bemerkenswert ist: Exakt der selbe Bauträger habe bereits ein Jahr zuvor "dazu beigetragen", dass ein anderes Bauunternehmen der Region Insolvenz anmelden musste.

Weil die Substanz der Dachdeckerei offenbar gut ist und die Mitarbeiter loyal sind, gibt der Insolvenzverwalter einem erfolgreichen Insolvenzplan-Verfahren gute Chancen. Hat der Chef aus dem Desaster gelernt? Wird er sich in der Zukunft potenzielle Auftraggeber genauer ansehen? Darauf geht der Artikel der Augsburger Allgemeinen nicht ein.

Arbeiten Sie erfolgreich für Bauträger? Oder lassen Sie lieber die Finger von solchen Aufträgen? Und wie sichern Sie sich ab? Die Redaktion ist auf Ihre Erfahrungen gespannt!

(sfk)

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8 Kommentare zu "Bauträger nicht tragbar "

  1. cialis - 23.06.2010, 14:02 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Gute Infos, danke!

  2. Karl-Heinz Garten - 17.03.2010, 17:18 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Auch hier nochmal: @Meitz "Wir arbeiten auch für Bauträger" Es ist doch erstaunlich, das immer wieder Handwerker nachwachsen, welche die den Bauträgern und GU als Wirt dienen. Dennoch -Ekehard- viel Spass beim Geldverlieren. Vg Karl-Heinz Garten Ins-u. Klempnermeister

  3. Karl-Heinz Garten - 17.03.2010, 17:15 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Wilfried : Dein Link : "http:www.elkage.desrcpublicshowterms.php?id=1986___ funkt nicht. Vg Karl-Heinz Garten

  4. Uwe Brandorff - 03.02.2010, 09:31 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Ich arbeite nicht mehr für Bauträger, weil ich einmal mit der Fa. Delme Bau (mittlerweile insolvent) ganz klassisch auf die Nase gefallen bin. Die Schlussrechnung blieben bei allen Bauten aus. Leider habe ich diese durch die vielen Aufträge auch sehr spät gestellt, was zusätzlich eine Verzögerung ausmachte. Eine Klage endete mit der Insolvenz des Auftraggebers und kostete mich nur Geld. Eine Sicherung im Grundbuch wäre nicht möglich gewesen, da die Bauträger möglichst auf fremden Grund und für "fremde" Bauherren arbeiten. Die Grundstücke gehören Ihnen schlauerweise nicht!

  5. Wilfried Kunze - 20.01.2010, 10:12 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Dieses altbekannte Thema habe ich bereits oftmals kommentiert, deshalb verzichte ich auf Wiederholungen, denn unter ___http:www.elkage.desrcpublicshowterms.php?id=1986___ habe ich einiges dazu veröffentlicht. ___ Viele Grüße

  6. Torsten U. - 13.01.2010, 23:50 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Generell kann ich davon abraten für Bauträger zu arbeiten,denn es ist egal, welche Firmen oder Architekten "alles aus einer Hand" anbieten.Da ist der Beschiß vorprogrammiert,denn diese Personen leben vom Abzug in der B-Note.Die Kunden haben 100% bezahlt, aber den Firmen wird eingeredet, der Kunde hat nicht voll bezahlt, dann gibt es auch nicht das volle Geld.- "Wie, du willst dich beschweren?" - "Dann verklag mich doch". Aber welcher eingeschüchterte Subi macht das schon. Am besten erst gar nicht für solches Klintel arbeiten. Ich habe schon für diverse Kriminelle aus dieser Branche gearbeiten und auch schon einige mehr oder weniger erfolgreich verklagt,da sich viele Richter mit dieser Thematik nicht auskennen (wollen) oder sich nicht damit richtig befassen (wollen). Mein Tip für jeden Handwerker: Wenn das Zahlungsziel überschritten ist,und er will nicht zahlen, ruckzuck zur Polizei und Anzeige erstatten wegen Betrug. Das funzt in den meisten Fällen.

  7. Ekehard Meitz - 13.01.2010, 18:30 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Wir arbeiten auch für Bauträger und für andere Firmen als Subunternehmer sowie auch für Immobilienverwalter. Um das Risiko gering zu halten haben wir uns angewöhnt für verschiedene Auftragsgeber tätig zu sein, diese laufend auf Bonität zu prüfen, fertige Arbeiten sofort über Ab- schlagrechnungen abzurechnen und bei Zahlungsverzug die Arbeiten einzustellen.

  8. WarteselbstaufmeinGeld - 13.01.2010, 12:41 Uhr (Kommentar melden) Antworten

    Gibt es eigentlich eine Statistik, aus der man ablesen kann, wieviele Bauhandwerker durch Bauträger pleite gehen? würde mich echt interessieren. Ich kenne reichlich Kollegen, die auf ihre gelder warten.