15.06.2010
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Ausbildung

Azubis als Importartikel?

Kommen Azubis bald aus Polen, aus Tschechien - oder aus Bayern? Während der ZDH Lehrlinge ab 2011 verstärkt in Osteuropa werben will, vertraut Bayern auf seine Hauptschüler. Die brächten alle Voraussetzungen für eine Ausbildung im Handwerk mit.

Der demografische Wandel macht erfinderisch. "Wir müssen uns dem Osten öffnen", zitiert mdr.de Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Vor allem in Polen und Tschechien soll die Suche losgehen.

Erste polnische Azubis ab 2011
Konkreter erster Schritt: 2011 sollen sich im Kammerbezirk Cottbus die ersten polnischen Jugendlichen in einem Intensivkurs auf die Ausbildung in Deutschland vorbereiten.

Bayerns Hauptschüler voll ausbildungsfähig
Nachwuchssorgen scheint hingegen der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle nicht zu kennen. Er setzt voll auf deutsche Hauptschulen: Das deutsche Handwerk könne sich glücklich schätzen, da der größte Teil der 190.000 bayerischen Hauptschüler alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufsausbildung mit sich bringe, zitiert ovb-online.de den CSU-Politiker.

Während andernorts immer wieder über die Wissenslücken von Hauptschülern geklagt wird, scheinen die Schulen in Bayern anders zu ticken. Das bestätigt laut ovb-online zumindest der SHK-Handwerker Robert Aigner aus Fridolfing: "Wir bilden viele Hauptschüler aus der unmittelbaren Region aus und haben mit ihnen beste Erfahrungen gemacht."

Und wo werden Sie künftig Ihre Azubis suchen: in Osteuropa, an bayerischen Hauptschulen - oder doch in der eigenen Region? Wie sinnvoll ist die Ausbildung polnischer oder tschechischer Jugendlicher?

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

(jw)

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